Leuchtturm Bovbjerg - Musse und Erlebnis.
Ausflugsziel für die ganze Familie.
Der Turm ist tagsüber geöffnet, oben wartet eine wunderschöne Aussicht. Im Eingang und in den Seitenzimmern gibt es eine Ausstellung der Dänischen Küstenbehörde, eine Ausstellung die den Kampf gegen die Meereskräfte durch die Zeiten schildert.

Das Café ist täglich 14 - 17 Uhr geöffnet. Montags geschlossen. Nov. - Dez. 13 - 16 Uhr, Montags geschlossen. Es gibt einen, kleinen Laden mit Spielsachen, Bücher und Postkarten.
Man kann Tee, Kaffee, heisse Schokolade, Bier, Sprudel, Kuchen, Eis und leichtes Essen kaufen. Nach einer Wanderung den Strand entlang, kann mann sich wärmen und sich ausruhen. Im Garten kann man mit den Kindern spielen oder irgenwo ganz ruhig sitzen und die Zeit gehen lassen. Während der Öffnungszeit des Cafés sind auch die Ausstellungen (Kunst, Kunsthandwerk und verschiedenen Themen) geöffnet. Wir veranstalten Vorträge, Wanderungen mit Naturführer, und anderen Aktivitäten. Die Säle können für Tagungen, und anderen Veranstaltungen gemietet werden. Wenden Sie sich freundlichst an die Direktorin, Telephon: +45 9789 1012.

Der Leuchtturm Bovbjerg wird durch eine Wirtschaftsstiftung getrieben. Die Stiftung ist gemeinnützig und ihr Zweck ist für die Allgemeinheit Werte kultureller, wirtschaftlicher und wissensmässiger Art hervor zu bringen.
Die Basis des Betriebes ist den Förderverein Bovbjerg Fyr. Die Zukunft des Leuchtturmes wird durch den Förderverein und die Stiftung bestimmt. Es gibt im Förderverein etwa 500 Mitglieder, und auch Sie sind herzlich willkommen. Es ist eine Direktorin angestellt, und dazu kommen viele freiwilligen Mitarbeiter, die meistens für den praktischen Betrieb sorgen.

Das grosse Buch der Natur.
In der Mitte Bovbjerg steht ein kleiner, dicker, rotgemalter Leuchtturm. Es ist ein menschengeschaffenes Massstab in der grossen Landschaft, hoch über dem Meer erhoben. Unter der Grünfläche herum liegen 230.000 Jahre Landschaftsgeschichte - die wechselnden Eiszeiten, das Taumeln der Gletscher mit Lehm und Steinen, die ebene Flächen von Kies und Sand des Schmelzwassers. Geht mann die Treppe hinunter, vom Gipfel der Steilküste und südwärts unter den Abhängen, kann mann die ganze Geschichte in den Faltenbildungen und Schichten ablesen. Es ist als ginge mann in einer riesengrossen Aussenausstellung herum. Sie ändert sich doch immer. Etwas ist versteckt und etwas Neues, was vor kurzem nicht sichtbar war, ist plötzlich da.

Bovbjerg hat seinen Namen von einem Schiffssteven, einem Bug. Von dem Meer aus sieht die Steilküste wie ein gewaltiger Schiffssteven aus, den mann am liebsten umgehen soll. Gleichzeitig hat sie als ein Seezeichen gestanden. Das heisst: "Jetzt wissen Sie genau wo Sie sind, auf der gefahrvollen und langen Fahrt an der jütländischen Westküste entlang.
Freizeit und Gesundheit. Die Nordseeküste Jütlands ist das grösste Gradierwerk
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Mann spaziert den Strand entlang, oder oben im fruchtbaren, grünen, wogenden Hügelland mir Aussicht über ein Meer voll Licht und Wasser. Mann steht auf dem hohen Steilhang und schaut in die Tiefe hinunter, sieht die phantastischen Rutschformationen des gelben Lehms, den schmalen Strand mit winzigen Menschen, die Brandung, die blaue, grüne oder silberfarbene Fläche des Meeres und den krummen Horizont.
In dieser Landschaft hat jeder einzelne Stein auf dem Strand, jede einzelne Schichte im Abhang, die Wolken am Himmel, der Wellenschlag, eine Geschichte zu erzählen. Je mehr mann weiss, desto mehr sieht mann. Am Leuchturm Bovbjerg kann mann lernen, wie mann im grossen Buch der Natur lesen kann.

Die Leuchtürme der Kultur.
Leuchttürme - ist es anders als eine abgenutzte Metafer, die als Vermarktung vor allem von Baletten und Sportsaranaen benutzt wird? Nein, hier handelt es sich nämlich um einen richtigen Leuchtturm. 26 meter hoch. Die gewundene Treppe hat 93 Stufen, und oben kommt mann hinaus auf dem schmalen Absatz rund um die Linse, mann fühlt das Sausen des Windes. Es ist solides Hantwerk - die Linse wurde 1877 aufgesetzt, und funktioniert immer noch. Die Granitenplatten auf dem Absatz wurden sorgfältig im selben Jahr ausgehauen. Hier steht mann sicher 62 Meter der Meeresoberfläche.
Die Aussicht ist ein zusammenhängendes Stück Kulturgeschichte. Wenden Sie die Augen direkt an den westlichsten Bronzezeithügel auf dem Altertumsweg, der von der Viborggegend bis hinaus zum Meer führte. An der Küste entlang liegen die mittelalterlichen Quadersteinkirchen, fast wie Wachttürme. Hier gibt es Erinnerungen an königliche Besuche und Volksherrschaft, an Sturmfluten und den Kampf gegen die Übermacht des Meeres.

Das Licht über der Landschaft und der dramatische Zusammenstoss zwischen Meer und Land haben Künstler in mehr als 150 Jahren angezogen. Auf dem Leuchtturm wird mann sowohl längst abgestorbene als gegenwärtige Künstler durch Ausstellungen, Festivals, Diskussionstreffs und Erzählveranstaltungen treffen, und dabei von ihnen lernen, die Wirklichkeit auf eine neue Weise zu erleben. Öffnen Sie die Augen, - sehen Sie! Schliessen Sie die Augen, - hören und merken Sie! Riechen Sie, schmecken Sie! Es kann Worte und Erscheinungen hervorrufen, die das Urmaterial von künstlerischer Wirksamkeit sind.
Ein kleines Gedicht des Malers Jens Søndergaard:
Sonne im Meer, gelb und rot.
Meer in der Stille, grün und blau.
Meer im Sturm, grau und weiss.
Sturm in der Nacht, schwarz in schwarz
und ein teuflisches Gepolter.
Die Geschichte des Leuchtturms.
Der Leuchtturm war eine staatliche Institution. Das kann mann auf der Granitenplatte sehen, die über der Eingangstür des Leuchtturms selbst sitzt. Der Leuchtturm ist in 1877, in der Regierunszeit des Könings Christian des 9., gebaut worden. Das Gebäude hat in 130 Jahren auf einem der sturmumbraustesten Orten Dänemarks gestanden, ohne Schutz gegen kräftige Windstösse oder volle Orkane. Es ist solides Handwerk.
Die Linse ist noch die originale aus 1877. Ein Stück Technologiegeschichte, das zurück zu 1822 geht. Damals erfand ein französischer Physiker, Augustin Fresnel, eine Linse, die selbst ein kleines Licht vergössern kann, und es weit übers Meer senden konnte.
Das Leuchtfeuer ist heute automatisch und wird vom Dänischen Seezeichenamt getrieben.
Wissen ändert die Welt.
Der französische Physiker Augustin Fresnel interessierte sich für Licht und Optik. Durch eine Reihe Experimente entwickelte er 1822 eine besondere Linse, die das Licht brechen und verstärken konnte, so dass mann sogar ein kleines Feuer weit weg sehen konnte. Schon bekamen alle Leuchttürme in ganz Europa, und später in der ganzen Welt, Fresnel-Linsen auf die Spitze.

Es war eine Erleuchtung! Aber daraus wurde nie etwas geworden ohne Wissen. Was wäre darus gekommen wenn sich Fresnel mit tüchtigen Optikern, engagierten Beamten und visionären Politikern nicht aliiert hätte? Oder wenn er sein Wissen für sich selbst gehalten hätte?
Wissen muss vermittelt werden. In Westjütland gibt es keine Universität und nur wenige Möglichkeiten für höheren Weiterbildung. Es gibt aber Unmengen von Wissen - und Bedürfnis für Wissen. Auf Leuchtturm Bovbjerg wollen wir einen Treffpunkt für Wissensentusiasten und Wissensvermittler innerhalb vieler verschiedener Forschungsbereiche gründen.
Ein innovatives Wirtschaftsleben.
Gehen Sie die Treppe hinauf, zum Absatz oben, kehren Sie den Rücken ans Meer, schauen Sie übers Land hinaus.
Stellen Sie sich vor, dass Sie ein starkes Fernglas und einen Kran mit einem sehr langen Arm haben, der die Dächer von den Betrieben der Lemviggegend heben kann. Sie sind nicht gross, doch schwirren sie von Innovation. Da wird manches erfunden, entwickelt und hergestellt, öfters grosstechnisch und spezializiert. Hier sind Leute die ihre ganz speziellen Fähigkeiten gebrauchen können, entweder es sich um Erfindertalent oder Millimeterakkuratesse dreht. Es sind Betriebe, die von den Besitzern geleitet werden, mit Würzeln im Lokalbereich, aber mit einem internationalen Markt. Das ist eine der grossen Stärken des Lemviggegends.
Auf Leuchtturm Bovbjerg möchten wir gern Zusammenarbeit mit dem lokalen Wirtschaftsleben entwickeln - und auch mit sonstige Initiativen in Mittel- und Westjütland.
Für die deutsche Übersetzung danken wir herzlichst die Schüler der Klasse 3. d 2008
des Gymnasiums Lemvig







